Der Große Gopnik

Autor/en: Viktor Jerofejew
Roman
CHF 23.90
Einband: Kartonierter Einband (Kt)
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Kann es denn wahr sein, dass ein Halbstarker, ein Rowdy, ein Proll nicht nur bis in die höchste Machtzentrale vordringt, sondern sich dort auch hält? Oder hat sich das jemand ausgedacht? Aber wer? Jemand, der von seiner Mutter für talentlos gehalten wird und dessen Vater wegen der Veröffentlichung eines kritischen Texts seinen Posten verliert, ein Autor, der niemals so radikal wie seine Schwester sein wird, die dem postsowjetischen Russland mithilfe der Pornografie den Spiegel vorhält, und der trotzdem mehr als einmal aus dem Schriftstellerverband fliegt und heute im Exil in Deutschland lebt. Jemand, dem es freisteht, sich durch Zeit und Raum zu bewegen, Figuren auf- und abtreten zu lassen, Dinge dazuzuerfinden und Erlebtes, Gehörtes und Gesehenes als Schwindel zu entlarven. Jemand wie Viktor Jerofejew, der mit Der Große Gopnik nicht weniger als eine rasante, ironische, zuweilen auch zynische literarische Erklärung der Gegenwart wagt, in der sich Stalin, Putin und die Eltern des Schriftstellers, dessen Kollegen und Frauen wie zum Abendessen an einem Tisch wiederfinden, um die eine unlösbare Frage zu stellen: Wie konnte es nur so weit kommen?


ISBN: 978-3-7518-4551-9
GTIN: 9783751845519
AutorJerofejew, Viktor / Rausch, Beate (Übers.)
VerlagMatthes + Seitz
EinbandKartonierter Einband (Kt)
Erscheinungsjahr2026
Seitenangabe614 S.
AusgabekennzeichenDeutsch
MasseH20.5 cm x B12.0 cm x D4.5 cm 557 g
Auflage1. Auflage
ReiheMSB Paperback

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Über den Autor Viktor Jerofejew

Viktor Jerofejew, 1947 in Moskau geboren, wurde weltweit bekannt durch seinen 1989 erschienenen und in 27 Sprachen übersetzten Roman Die Moskauer Schönheit . 1979 wurde er wegen seiner Beteiligung an der Literaturanthologie Metropol mit von der Zensur verbotenen Texten verschiedener Autoren aus dem Schriftstellerverband der UdSSR ausgeschlossen. Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion gab er diesen von ihm als 'Röntgenapparat, der die ganze Gesellschaft durchleuchtete' bezeichneten Almanach in einer Reihe neu heraus. Zudem ist er Herausgeber der ersten russischen Nabokov-Ausgabe. Er schreibt regelmäßig für die New York Times Book Review , DIE ZEIT , die FAZ und DIE WELT und gilt als kritischer Intellektueller wie auch als einer der bekanntesten russischen Gegenwartsautoren. Beate Rausch, 1955 geboren, studierte Slawistik und Germanistik in West-Berlin und Leningrad, arbeitete viele Jahre an Universitäten in Moskau und St. Petersburg. Heute lebt sie in Ulm, St. Petersburg und Triest. Sie übersetzt russische Literatur ins Deutsche, u.a. Viktor Jerofejew, Anton Tschechow, Daniil Charms.

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