Der Mädchenhirt

Autor/en: Egon Erwin Kisch
Roman (Band 67, Klassiker in neuer Rechtschreibung)
CHF 11.90
Einband: Kartonierter Einband (Kt)
Verfügbarkeit: Folgt in ca. 5 Arbeitstagen
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In der Reihe »Klassiker in neuer Rechtschreibung« gibt Klara Neuhaus-Richter die wichtigsten Bücher der Weltliteratur in der empfohlenen Schreibweise nach Duden heraus. Egon Erwin Kisch: Der Mädchenhirt. Roman In den Jahren von 1906 bis 1913 hat Egon Erwin Kisch als Lokalreporter mit großem Talent zum investigativen Journalismus tiefen Einblick in die Prager Halb- und Unterwelt. 1914 erscheint sein einziger Roman »Der Mädchenhirt«, der vom Milieu der Dirnen und Zuhälter erzählt. Erstdruck: Berlin, Erich Reiss, 1914. Neu herausgegeben von Klara Neuhaus-Richter, Berlin 2021. Umschlaggestaltung von Rainer Richter unter Verwendung einer Porträtzeichnung von Josefine Weinschrott. Gesetzt aus der Minion Pro, 11 pt. Henricus - Edition Deutsche Klassik GmbH Über den Autor: 1885 in Prag als zweiter von fünf Söhnen eines jüdischen Tuchhändlers geboren, studiert Egon (später hinzugefügt: Erwin) Kisch Geschichte und Literatur an der deutschsprachigen Karl-Ferdinands-Universität. In der Burschenschaft Saxonia Prag ficht er mehrere Säbelmensuren. Den Militärdienst verbringt er infolge seiner Bereitschaft zum Konflikt mit Vorgesetzten weitgehend im Arrest. 1906 wird er nach einer kurzen Station beim »Prager Tagblatt« Lokalreporter der renommierten Tageszeitung »Bohemia«. Als Stammgast im »Weißen Hasen«, dem Treffpunkt der Prager Bohème, taucht er tief ein in das literarische und künstlerische Milieu der Stadt. Sein investigativer Journalismus deckt die Affäre um den Selbstmord des Spions Alfred Redl auf und macht Kisch zu einem bekannten Journalisten. Gegen Ende des Ersten Weltkrieges, den er als Oberleutnant im K.u.k. Kriegspressequartier überlebt, wird er Mitglied im illegalen Arbeiter- und Soldatenrat und besetzt mit seinen Soldaten zum Fall der Monarchie am 12. November 1918 die »Neue Freie Presse« und lässt eine Sonderausgabe mit dem Aufruf zur Gründung der sozialistischen Republik Deutschösterreich drucken. 1919 wird das KPD-Mitglied in Wien zur unerwünschten Person erklärt und geht nach einer kurzen Station in Prag nach Berlin. Seine unermüdliche Reisetätigkeit mündet in zahlreichen Reportagebänden und bringt ihm den Beinamen »der rasende Reporter« ein. 1933 wird er verhaftet und dann ausgewiesen, er übersiedelt nach Paris und engagiert sich für den Widerstand gegen den Nationalsozialismus. Mit Ausbruch des Kriegs flieht er über die USA nach Mexiko. Zurück in Prag stirbt am 31. März 1948 mit Egon Erwin Kisch einer der bedeutendsten Journalisten des 20. Jahrhunderts an einem Schlaganfall.

ISBN: 978-3-8478-4963-6
GTIN: 9783847849636
AutorKisch, Egon Erwin / Neuhaus-Richter, Klara (Hrsg.)
VerlagHenricus - Edition Deutsche Klassik GmbH, Berlin
EinbandKartonierter Einband (Kt)
Erscheinungsjahr2021
Seitenangabe124 S.
AusgabekennzeichenDeutsch
MasseH22.0 cm x B15.5 cm x D0.9 cm 210 g
Auflage21001 A. 1. Auflage

Über den Autor Egon Erwin Kisch

Egon Erwin Kisch wurde 1885 in Prag geboren. Dort besuchte er die Journalistenschule, war als Lokalreporter für "Bohemia" tätig. Er war Soldat im ersten Weltkrieg. 1921 übersiedelte er nach Berlin, unternahm Reportagereisen in die Sowjetunion, die USA und nach Australien. Nach dem Reichstagsbrand wurde er festgenommen und anschließend nach Prag abgeschoben. Stationen seines Exils: von 1933 bis 1939 Paris, 1937/38 Spanien, nach Kriegsbeginn USA, seit 1940 Mexiko. 1946 kehrte er nach Prag zurück, dort starb er 1948.Die vielfach ausgezeichnete Gerichts- und Kriminalreporterin Sabine Rückert ist Redakteurin für besondere Aufgaben (ZEIT Verbrechen). Der gleichnamige True-Crime-Podcast gehört seit Jahren zu den beliebtesten und erfolgreichsten deutschen Podcasts. 2020 wurde er als »Beste journalistische Leistung« gewürdigt, 2024 in Form einer Miniserie verfilmt. Gemeinsam mit ihren Kolleginnen und Kollegen geht Sabine Rückert regelmäßig auf Deutschlandtournee und füllt große Veranstaltungshallen.

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