Die Schöpfung der pseudohistorischen westpeloponnesischen Frühgeschichte

Autor/en: Emanuel Zingg
Ein Rekonstruktionsversuch
CHF 79.00
Einband: Fester Einband
Verfügbarkeit: Lieferbar in ca. 5-10 Arbeitstagen
+ -

Vorliegendes Buch bietet die erste synoptische, historisch-konstruktivistische Analyse der Frühgeschichten von Messenien, Megalopolis, Triphylien und Pisa/Olympia. Untersucht wird das Narrativ der Rückkehr der Herakliden auf die Peloponnes sowie der Auseinandersetzungen zwischen Sparta und Messene in den ersten beiden Messenischen Kriegen. Die Entstehung des Narrativs und die Eigenheiten der uns noch erhaltenen verschiedenen Versionen werden durch die Annahme mehrerer Initiativen zur Schöpfung einer pseudohistorischen Frühgeschichte erklärt. Der Heraklidenmythos ist die ältere Schöpfung, auf der das Narrativ der Messenischen Kriege aufbaut. Dieses wurde in den 360er-Jahren in vier Initiativen abwechselnd von prospartanischer und promessenischer Seite gestaltet und bildet in seinem bedeutungsrelevanten Kern die Bündnisse dieses Jahrzehntes ab, die es in eine ferne, pseudohistorische Vergangenheit im 8. und 7. Jh. v.Chr. projiziert. Es dient somit der Erklärung der politischen Lage auf der Peloponnes, die sich aufgrund des Endes der spartanischen Vormachtstellung nach der Schlacht bei Leuktra im Jahre 371 v.Chr. im Umbruch befand. Unsere meist späteren und trümmerhaften Quellen haben den Zweck dieses Narrativs nicht mehr durchschaut, dessen Grundstrukturen jedoch erhalten.

ISBN: 978-3-406-69998-6
GTIN: 9783406699986
AutorZingg, Emanuel
VerlagBeck, C H
EinbandFester Einband
Erscheinungsjahr2016
Seitenangabe340 S.
AusgabekennzeichenDeutsch
Abbildungenmit 4 Karten
MasseH23.3 cm x B15.6 cm x D3.0 cm 814 g
Auflage1. A.
ReiheVestigia / Beiträge zur Alten Geschichte

Alle Bände der Reihe "Vestigia / Beiträge zur Alten Geschichte"

Weitere Titel von Emanuel Zingg

Nur registrierte Benutzer können Produkte bewerten