Krankheit als Metapher & Aids und seine Metaphern

Autor/en: Susan Sontag
CHF 29.50
Einband: Kartonierter Einband (Kt)
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Welche Rolle spielen Krankheiten, die, wie Krebs, Tuberkulose oder Aids, oft einen tödlichen Ausgang haben, in unserer Phantasie? Entscheidend ist der sprachliche Umgang mit Krankheit, die oft feindselige und unangemessene Art, in Metaphern zu denken und zu urteilen. Susan Sontag plädiert für die Entdämonisierung schreckensvoller Krankheiten. Erstmals werden im vorliegenden Band die inhaltlich eng aufeinander bezogenen Essays ¿Krankheit als Metapher¿ und ¿Aids und seine Metaphern¿ gemeinsam publiziert. Sie sind, ein jeder für sich und in ihrer Gesamtheit, ein überzeugendes Plädoyer für den Versuch, sich vom Schrecken tödlicher Krankheit zu befreien - durch Demaskierung bei der Wortwahl. Susan Son-tag hat Metaphern und Bilder von Krankheit aufgespürt, die zeigen, daß Krebs - und in früheren Zeiten die Tuberkulose - nicht nur als tödlich betrachtet, sondern mit dem Tod selbst identifiziert wurden. Die Dämonisierung von Krankheit steht in einer langen Tradition, die von der Antike über das Mittelalter bis in die Neuzeit reicht. Susan Sontag kritisiert ebenso die zeitgenössische Neigung einer vorwiegend psychologischen Erklärung von Krankheit. Auch Aids soll weder Gottesurteil noch Sünde, sondern schlicht eine in ihrer Endphase schmerzvolle und tödliche Krankheit sein. In ihren berühmten Essays gelingt es der nüchternen, durch Kritik und Analyse bestimmten Betrachtung, schwerste Krankheiten nicht länger als etwas ¿Fremdes¿ aus unserem Leben auszugrenzen, sondern diese zu integrieren.

ISBN: 978-3-596-16243-7
GTIN: 9783596162437
AutorSontag, Susan
VerlagFischer Taschenb.
EinbandKartonierter Einband (Kt)
Erscheinungsjahr2003
Seitenangabe150 S.
AusgabekennzeichenDeutsch
MasseH19.0 cm x B12.0 cm x D0.9 cm 158 g
Auflage6. Auflage, Überarbeitete Neua

Über den Autor Susan Sontag

Susan Sontag, geboren 1933 in New York City, gestorben 2004 ebenda, war Schriftstellerin, Film- und Theaterregisseurin. Weltruhm erlangte sie vor allem durch ihre Essaysammlungen Kunst und Antikunst (Against Interpretation), Über Fotografie und Krankheit als Metapher. Für In Amerika, ihren letzten Roman, wurde sie 2000 mit dem renommierten National Book Award ausgezeichnet. 2010 und 2013 erschienen ihre Tagebücher und wurden von der Kritik begeistert aufgenommen.Jonathan Cott ist Autor zahlreicher Bücher, veröffentlichte u. a. Interviewbände mit Glenn Gould, Henry Miller und über John Lennon und Yoko Ono. Er war langjähriger Redakteur des Rolling Stone und schrieb u. a. für die New York Times und den New Yorker. Cott lebt in New York.JONATHAN COTT ist Autor zahlreicher Bu?cher, vero?ffentlichte u.a. Interviewba?nde mit Glenn Gould, Henry Miller und u?ber John Lennon und Yoko Ono. Er ist redaktioneller Mitarbeiter des Rolling Stone und lebt in New York.

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