Die Natur der Zukunft

Wie Tiere und Pflanzen auf den Klimawandel reagieren - und was wir daraus lernen müssen Seit Jahrzehnten steigende Temperaturen sind eine unabweisbare Tatsache: Der Klimawandel kommt nicht - wir sind bereits mittendrin. Bernhard Kegel geht in seinem Buch der Frage nach, wie sich unsere Umwelt in den nächsten Jahren verändern wird. Welche Migration von Flora und Fauna wird es geben - und was bedeutet dies für unser Leben? Was passiert, wenn natürliche Zyklen kollabieren, wenn etwa Fische schlüpfen, weil die Wassertemperatur ansteigt, aber kein Futter vorhanden ist, weil sich Phytoplankton erst vermehrt, wenn die Tage länger werden? Zwei trockene Jahre haben genügt, um den deutschen Wald schwer zu schädigen. Was passiert, wenn weitere folgen? Um die für große Teile der Menschheit schon jetzt existenzbedrohenden Folgen des Klimawandels zu begrenzen und uns auf die neuen Gegebenheiten vorzubereiten, müssen wir wissen, wie Tiere und Pflanzen auf die klimatischen Veränderungen reagieren. Die Natur wird bleiben, aber es wird eine andere Natur sein. Bernhard Kegel beschreibt in >Die Natur der Zukunft<, wie sie aussehen wird. Inhalt: 1. Auf zu den Polen / 2. Neue Tiere, neue Pflanzen / 3. Eine hungrige Welt / 4. Mismatch / 5. Zu warm - Physiologische Reaktionen / 6. Regime-shifts - Wirkungen auf Ökosysteme / 7. Pandora's Eisschrank - Arktis und Antarktis / 8. The Blob / 9. Wald und Vegetation / 10. Krankheit, new infectious deseases / 11. Aussterben Fragen an Bernhard Kegel: "Warum sollte uns ein Buch über die Auswirkungen des Klimawandels auf Flora und Fauna interessieren?" BK: "Saubere Luft, sauberes Wasser, Nahrung, organische Rohstoffe, intakte Böden, Ruhe- und Erholungsräume ... Wenn wir nicht begreifen, wie wichtig dies alles für uns ist, und daraus konkretes Handeln ableiten, wird die Natur es uns auf die brutale Methode beibringen." "Was wird mit den Ökosystemen, wie wir sie kennen, passieren, etwa dem Meer, dem Wald oder der Arktis?" BK: "Alle Ökosysteme werden sich verändern, weil Tier- und Pflanzenarten individuell und spezifisch auf den Klimawandel reagieren, reagieren müssen, um zu überleben. Besonders hart wird es die Tropen und vor allem die polaren Gebiete treffen. Aber auch unser Wald oder Forst wird so, wie wir ihn kennen, nicht bestehen bleiben. Dürren und Brände in bisher unbekanntem Ausmaß zeigen, dass unterschiedlichste Wälder rund um den Globus bereits jetzt unter Stress stehen." "Warum können nicht einfach Lebewesen aus wärmeren Klimazonen bei uns einwandern?" BK: "Das tun sie bereits. Weltweit haben sich tausende von Tier- und Pflanzenarten in Bewegung gesetzt, sind bereits viele Kilometer polwärts, bergauf oder in tieferes Wasser gewandert. In Europa werden wir mit neuen Krankheiten und Überträgern konfrontiert werden, aber auch Schönheiten wie die Bienenfresser oder Feuerlibellen dazugewinnen. In der Nordsee nehmen Tintenfische, Sardinen und Doraden zu. In der Ostsee tummeln sich Meeräschen. Viele wärmeliebende Arten leben schon mitten unter uns, vor allem in den urbanen Räumen. Sie werden sich ausbreiten." "Haben wir noch eine Chance, das Schlimmste zu verhindern?" BK: "Das Klimasystem ist sehr träge und es birgt Tücken, Kipppunkte, die bis heute noch nicht verstanden sind. Wir befinden uns in einer Phase des Übergangs, die Veränderungen werden weitergehen. Bis sich die Temperatur- und Klimaverhältnisse eingespielt haben, dauert es hunderte von Jahren. Auch wenn wir ab heute kein einziges aus fossilen Quellen stammendes Kohlenstoffatom mehr in die Atmosphäre entlassen würden, müssten wir uns daher trotzdem auf erhebliche Veränderungen unserer Umwelt einstellen. Es sieht jedoch eher so aus, als würden noch Jahrzehnte vergehen, bis wir ohne fossile Energieträger auskommen. Was das bedeutet, kann heute niemand mit Gewissheit beantworten. Und ich fürchte, die Antwort würde uns auch nicht gefallen.

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