Praxis der Insulintherapie

Die Einfiihrung des Insulins in die praktische Medizin vor 63 Jahren markiert einen der wenigen unbestritten bedeutenden Erfolge der mo­ demen Medizin: Mit einem Schlage war es seit Januar 1922 moglich geworden, das vollig hoffnungslose Schicksal der todgeweihten jun­ gen Diabetiker zu iiberwinden (Abb. 1). Seither sind Millionen von in­ sulinbediirftigen Diabetikem in der ganzen Welt durch die Insulinbe­ handlung vor dem Tod im diabetischen Koma bewahrt worden. Die lebenslange Insulinsubstitution ist fUr den Typ-I-Diabetiker zur Grundlage des Oberlebens geworden. Insofem ist die Insulinbe­ handlung se1bstverstandlich die entscheidende Basis jeglicher The­ rapie des Typ-I-Diabetikers. Die ansonsten haufig in den Vorder­ grund gestellte Diatbehandlung und die korperliche Bewegung stel­ len letztlich nur Konsequenzen aus der unvollkommenen Substitu­ tion des Insulins dar: Wenn wir in der Lage waren, die bei Typ-I­ Diabetikem ausgefallene Insulinsekretion der fJ-Zellen des Pankreas Abb. t. Eine der ersten Patientinnen, die im Jahre 1922 mit Insulin behandelt wurden, vor und nach der Insulinsubstitution 1 exakt zu imitieren, dann waren besondere Regelungen fUr Nah­ rungsaufnahme und korperliche Bewegung iiberfliissig! Die Diatbehandlung des Typ-I-Diabetikers ist nur wegen dieser Un­ vollkommenheit der derzeit moglichen Insulinsubstitution erforder­ lich, je naher die Insulinsubstitution der physiologischen Insulinse­ kretion angeglichen werden kann, urn so weniger braucht sich die Kost eines Insulin-Mangel-Diabetikers von der Nahrungsaufnahme des Stoffwechsel-Gesunden zu unterscheiden. Die Insulinbehandlung und verschiedene Moglichkeiten ihrer Ver­ besserung - d. h.

67,00 CHF

Lieferbar